Übergang Schule - Beruf

Viele Berufe sind bei Jugendlichen überwiegend unbekannt - Gute Chancen gibt es aber auch in der Maritimen Verbundwirtschaft.

Insbesondere solche Ausbildungsberufe, die in den letzten fünf Jahren neugestaltet wurden und vermehrt den Wachstumsbranchen unserer Region zugerechnet werden können,  sind den meisten Schulabgängern gar nicht bekannt. Der bei weitem häufigste Ausbildungsberuf bei Jungen ist weiterhin der KFZ-Mechatroniker. Bei den Mädchen stehen Kauffrau im Einzelhandel und Bürokauffrau ganz oben auf der Liste. Das ist das Ergebnis einer Statistik über die TOP 10 der Ausbildungsberufe, die regelmäßig durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) veröffentlicht wird.

In der JadeBay-Region gibt es daher bereits regionale Aktivitäten, um diesem Mißstand abzuhelfen und lokale Ausbildungsmöglichkeiten zu veröffentlichen. So betreibt die Wirtschaftsförderung der Stadt Varel bereits ein entspr. Netzwerk.


Die azubi-drehscheibe des Landkreises Wesermarsch


Mit dem Ziel, die Ausbildung in der Wesermarsch zu stärken, unterstützt Zeit & Service Training als kommunale Einrichtung zur Beschäftigungsförderung mit dem EU-geförderten Projekt insbesondere die Klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) der maritimen Verbundwirtschaft, in der nahezu alle Wertschöpfungsketten der Region verbunden sind.

Unterstützungsangebote für die Region
Das Projekt entwickelt Strukturen, um Betrieben und Bewerbern die Nutzung regionaler Unterstützungsangebote zu erleichtern und setzt hierbei an den Bewerbungsverfahren an.
Dies ist ein Ansatz, in dem für die Ausbildung in bekannten Großunternehmen abgelehnte Bewerberinnen und Bewerber an die weniger bekannten regionalen KMU der maritimen Verbundwirtschaft mit unbesetzten Ausbildungsplätzen weitervermittelt werden sollen.
Das Projekt unterstützt KMU dabei, sich einen Zugang zu diesen Jugendlichen zu erschließen, indem Zeit & Service Training Arbeitgeber dieses Wirtschaftszweigs systematisch mit Bewerberinnen und Bewerbern in Verbindung bringen wird, denen bislang diese Ausbildungsangebote nicht bekannt waren

Sichtbarkeit der Arbeitgeber verbessern
Ein Aspekt ist die Beratung der Betriebe hinsichtlich der Verbesserung ihrer Sichtbarkeit für Jugendliche und der attraktiven Darstellung ihres Ausbildungsangebots. Insbesondere Klein- und Kleinstbetriebe sollen Unterstützung bei der Aufrechterhaltung und dem Ausbau ihres Ausbildungsengagements erhalten. Auf Seiten der Jugendlichen soll hierdurch ein Wechsel in den Übergangsbereich bzw. ein Abwandern aus der Region verhindert werden.
Zeit & Service Training entwickelt und erprobt für dieses Verfahren Strukturen, die bei Eignung dauerhaft etabliert werden sollen, um so die Attraktivität der maritimen Verbundwirtschaft und der dazu gehörenden KMU zu erhöhen. Das komplette Angebot wird zeitnah auf www.azubi-drehscheibe.de vorgestellt.

Ausserdem hat die Maritime Interessengemeinschaft Wilhelmshaven (MIG) eine umfangreiche Datenbank entwickelt, die eine Vielzahl von Informationen zu den in der Region angebotenen, maritimen Ausbildungspläzen bereit hält. Hier ist der link zur MIG.

Für mehr Praxisbezug in den Schulen sorgt hingegen der Lernort "Technik und Natur", der zum einen das Interesse der Jugendlichen an technisch-naturwissen-schaftlichen Themen wecken und zum anderen die Ausbildungsfähigkeit in diesen Bereichen erhöhen soll. Dabei werden Themen gewählt, die den besonderen Bedingungen eines Küstenstandorts Rechnung tragen. Weitere Informationen zum Lernort erhalten Sie auf der Internetseite des Lernorts.

Weiterhin ist das Insitut für Ökonomische Bildung (IÖB) an der Universität Oldenburg Netzwerkpartner des JadeBay QualiMare Projektes und stellt ebenfalls interessante Information für die berufliche Orientierung zur Verfügung. Auf dem zugehörigen Internetportal "Maritime Wirtschaft und Logistik" www.marwilo.de finden Schüler und Lehrkräfte Informationen zum regionalen Wirtschaftsraum, den Häfen der Region, zu Besonderheiten von Logistikunternehmen, zum Welthandel sowie den Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. QualiMare präsentiert auch auf verschiedenen regionalen Messen einen Überblick über die Maritimen Berufe und Studiengänge, hierzu bitte den Netzwerkticker beobachten.

Im Rahmen von JadeBay Qualimare wurde ausserdem das Kooperationsprojekt "Zukunft Meer  - mehr Zukunft"  etabliert,  das sich auf regionaler Ebener näher mit dem Thema "Übergang Schule-Beruf" beschäftigen wird.

Innerhalb des Projektes sollen sich Schülerinnen und Schüler von beteiligten Schulen im Kontext des Profilunterrichts mit dem regionalen Wirtschaftsraum Jade-Weser und im Besonderen der maritimen Verbundwirtschaft und ihren Beschäftigungsangeboten auseinander setzen. Ziele sind unter anderem die Verbreitung von strukturellen Ansätzen zur beruflichen Orientierung an Schulen, die Information der Netzwerkpartner über aktuelle Entwicklungen und die Unterstützung der Unternehmen beim Ausbildungsmarketing.

Das Thema "Übergang Schule - Beruf" ist weiterhin in Niedersachsen in den letzten Jahren durch die schulische Berufsorientierung, insbesondere in der Sekundarstufe I, massiv ausgebaut worden. Die Schulen sind zunehmend gefordert, sich zu öffnen und mit externen Partnern zu kooperieren. Die Einlösung all dieser Ansprüche bereitet in der Praxis nicht unerhebliche Probleme, weil es an Konzepten mangelt, wie die verschiedenen Akteure und Maßnahmen zu kombinieren sind und die Qualifikation der Akteure in der pädagogischen Praxis nicht hinreichend gesichert ist. Eine Übersicht über den Status quo der Aktivitäten gibt die Internetseite Berufsorientierung-Niedersachsen.de, auf der als gelungenes Praxisbeispiel der Landkreis Wesermarsch dafür genennt wird, dass auch in geografisch großen Landkreisen eine effektive Zusammenarbeit der Akteure realisiert werden kann. Die zugehörige Handreichung findet sich hier zum download.

Berufsalternativen in der maritimen Verbundwirtschaft

Hafenumschlag
Schweißfachmann
Schiffahrtskaufmann
IT-Systemelektroniker
Nautiker
Bootsbauer
Fluggerätemechaniker
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